Ich stelle mir ein Buch vor, das neben den Kochbüchern in der Küche steht und in diesem Buch sprechen nicht Menschen über die Zubereitung von Nahrung, sondern hier spricht die Nahrung zum Menschen.

Dieses Buch wird mich überraschen und völlig neue Einsichten bringen.

Es wird voller Liebesgeschichten über das Leben sein und

das Innerste seiner Leser nähren.

Dieses Buch lebt hier


11. April 2011

Giersch (Aegopodium podagraria)

Vom Saulus zum Paulus könnte ich meine Beziehung zu Giersch übertiteln. Viele Jahre habe ich mich über den allgegenwärtigen Giersch im Garten geärgert. Dieses gierige raumgreifende Verhalten fand ich unverschämt. Das kann man doch nicht machen, sich überall ausbreiten und den anderen kleinen Pflanzen das Licht und die Nahrung wegnehmen. Dass Giersch sowohl ein Lebensmittel als auch eine Heilpflanze ist, wusste ich zwar, aber genutzt habe ich ihn nicht.

Ich war sauer.

Schade, dass ihr jetzt mein Lachen nicht hört J denn auf das „Sauer sein“ richtet sich die Heilwirkung von Giersch.

April, April! sagt die Natur.

Kuck mal genau hin!

Der Giersch ist da, ganz von selbst, ich habe nichts dafür getan und trotzdem kann ich reichlich ernten.

Er schmeckt fantastisch in Grünen Smoothies oder als Tee.

Und das erzählte mir die essbare Wildpflanze über sich:

Giersch lindert unspezifisches Bauchweh von Kindern und Jugendlichen, bei Verstopfung im Wechsel mit Durchfall. Der Grund dafür ist, dass das Giersch-gestaltende-Feld sofort Stress aus dem Darm eliminiert und ihn anschließend stärkt. Giersch ist ein herausragendes Darmtonikum.

Das Giersch-gestaltende-Feld klärt das Kehlchakra bis die Worte „Ich verzeihe mir.“ fließen. Wenn ein Mensch von sich selbst meint eine Missetat begangen zu haben, dann entgiftet sich dieser Gedankenmüll bis das Gefühl entsteht „Es ist gut jetzt. Ich bin frei.“

Das Herz will Giersch, wenn es eine schwere Bürde fühlt bezüglich „das eigene Territorium abgrenzen müssen“, bei Vorfahren/Nachkommen-Problematik (Stress in der Blutlinie). Giersch steht in Zusammenhang mit der Völkerwanderung in Europa.


Giersch ist ein größeres Heilmittel in der Wundversorgung auf den inneren Ebenen, den Membranen der Zellen. Er putzt Zellmembranen (wie beim Fensterputzen verschwindet der Grauschleier) und nimmt Gereiztheit von der Oberfläche, so dass die glatten Zellmembranen wieder schillern und elastisch sind. Es kommt zur Zellregeneration durch Oberflächensanierung und dadurch zu einer besseren Zellkommunikation mit weniger Missverständnissen.

Der dumpfe Klang wird aufgelöst. Giersch sagt, er sei ein „Klangaktivator“:

die Stimme bekommt einen klaren glockenhaften Klang und das bedeutet mehr Exaktheit von Form und Inhalt in der Kommunikation. „Ich kann exakt in Klang übersetzen, was ich innen wahrnehme“-Fähigkeit. „Wir helfen dir deine Ziele besser zu erkennen, weil wir dir einen klaren Einblick/Ausblick erlauben. Klarheit muss nicht weh tun.“ Und dann nahm ich auf der Ebene reinen Körperbewusstseins wahr, wie sich eine Furcht vor gesplittertem Glas in meinem Körper auflöste. Giersch hat mit Angst vor zu viel Klarheit und Transparenz zu tun.

Thema Gier:

Giersch ist ein Gier-Heiler. Gier schwächt Membranen, weil sie Oberflächen angreift, rau macht und Einheit zerstört. Zellmembranen verlieren ihre Glattheit, Transparenz und Elastizität. Gier schreit, kreischt und nagt, während Giersch summt und schnurrt. Giersch nennt sich selbst auch Summkraut. http://www.ajzdruck.de/pages/buchseiten/summen.html

Giersch ist ein Appetitzügler, weil er innerlich satt und erfüllt macht im Sinne von bedürfnisfrei. „Ich habe was ich brauche“-Gefühl. Im Gegensatz zur ständig suchenden Gier ist Giersch ein „Anti-Such“. Das hat nicht nur einen Effekt auf den Appetit, sondern auch auf die Statik der Wirbelsäule: die Halswirbelsäule streckt sich, weil das Kinn nicht mehr nach vorn gezogen wird und der Kopf kann wieder lotrecht getragen werden. Schluss mit Suchen. Der Fokus ist auf das Selbst gerichtet und nicht auf das Fehlende im Außen. Innen ist bereits alles da.

Thema Einsamkeit:

Giersch ist wie das Summen der Schritt ins Selbst und gleichzeitig in die Verbundenheit mit Allem. „Ich bin verbunden.“ Einsamkeit ist Giersch völlig unbekannt. Er sagt: „Ich sehe immer das Gleiche im Gleichen und helfe wo ich kann. Im Gemeinwesen liegt die Kraft, die uns alle heilt und ganz macht.“ Es ist ein Vereinigungs-Bewusstsein mit vollem Respekt für die Souveränität des Einzelnen.

*

Wildkräuter zu essen rückverbindet uns sehr viel schneller mit dem Selbst als Kulturpflanzen zu essen, war meine Erkenntnis nach diesem Gespräch. Giersch verhält sich zu Kulturpflanzen wie ein Ferrari zu einem Kleinwagen oder ein Elefant zu einem Dackel. Es war schwieriger die Informationen in einen Text zu bringen, als bei Obst. Die Bilder und Gefühle wahrzunehmen war eine sehr intensive Körpererfahrung, bei der alle beschriebenen Wirkungen bei mir eintraten. Ein Sturm an neurosomatischer Verzückung :-))

Das Giersch-gestaltende-Feld ist sehr gross und ich habe erst einen Teil aufnehmen können.

Jedesmal, wenn ich dieses Post beginnen wollte, kam mehr Information. Bin jetzt echt froh, dass es so erstmal zur Verfügung steht :-))

Kommentare:

  1. Liebe Sandra,
    vielen Dank für die Info's über/zu Giersch. Dann werde ich mal sammeln gehen, hatte es/ihn schon wieder vergessen.
    Wie bereitet man Tee mit Giersch?
    Ich sende Dir ganz liebe (verzückte) Grüße. :-)
    Ulrike

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  2. Liebe Ulrike,
    Tee kannst du direkt aus den frischen Blättern machen oder später im Jahr auch aus getrockneten Blättern. Ich mach morgen mal ein Foto :-))
    Alles Liebe
    Sandra

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  3. Ich liiiebe Giersch und freue mich sehr über diese ausführliche "Selbstdarstellung" .!!!! Vielen Dank und herzliche Grüsse von Mareike

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  4. Liebe Mareike,
    danke für dein Feedback!
    Gestern habe ich Blätterteig Taschen mit Giersch gefüllt. Lecker. Ich liebe ihn auch.
    WOW deine Möbel sind der Hammer.
    Ich freu mich, dass wir uns auf diese Weise gefunden haben :-))
    Sandra

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  5. Ich bin gerade auf diese website gestoßen und sehr begeistert. Es ist wunderbar, was du schreibst, Sandra!
    Ich selbst bin emsige Kräuter- und Pilzsammlerin und finde deine Idee grandios!

    Christiane

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    1. Liebe Christiane,
      ich drück dich :-))
      Danke für dein Feedback
      Alles Liebe
      Sandra

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  6. So, jetzt aber auch schnell begeistert antworten.
    Habe Giersch auch hier in meinem schwedischen Umfeld u. dachte, schau mal im Netz nach, ob man ihn genießen kann. - Und es geht!
    Also Tee habe ich grade gelesen,
    dann bestimmt Suppe, od.
    Füllsel Maultaschen etc. DANKE mm

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  7. Hallo Sandra,
    ich habe Deine Abhandlung über den Giersch sehr spannend gefunden. Ich erstelle Pflanzenportraits und sammle dazu Informationen. Evtl. wird es mal ein Buch. Ich würde dann gern Deine Impressionen über den Giersch mit einflechten. Ich nenne dann natürlich die Quelle. Bist Du einverstanden?
    Gruss Ronama

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    1. Liebe Ronama,
      ich arbeite gern zusammen und ein neuartiges Buch über Pflanzen wäre der Hit :-))
      Impressionen sind es nicht, die ich habe. Im-pression, also ein Eindruck ist es nicht. Impressionen sind mental. Ich habe Kontakt zum DNA Feld, zum morphogenetischen Feld einer Pflanze. Das "beeindruckt" nicht, es ist eher ein flüssiger Raum oder ein Frequenzbereich gemischt mit Liebe, Weisheit und Kraft. Und das Ganze ist in der Erde. Ich hole es nicht "von oben". Es ist in der Erdakasha.
      Dieser Punkt ist mir wichtig in Zusammenhang mit meinen Beiträgen zu den Pflanzen, wenn du mich zitierst.
      Es handelt sich nicht um künstlerische Freiheit, sondern um eine Übersetzung von Energie in Sprache.
      Viel Erfolg mit deinem Projekt :-))
      Alles Liebe
      Sandra

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Kommentare herzlich erwünscht :-))